“Herzfaden“ nach dem Roman von Thomas Hettche bietet einen überwältigenden Theaterabend über die Gründungsgeschichte der Augsburger Puppenkiste. Fantastische Puppen, tolle Kostüme und Höchstleistungen der Akteure sorgen für ein Spektakel, das man nicht so schnell vergisst. (…) es wird mit so fantastischen, liebevollen und ideenreichen Details gearbeitet, dass man das Gefühl hat, man müsse sich diesem visuellen Overkill mindestens noch einmal aussetzen, um alles mitzubekommen (…) diesbezüglich gehen Nils Zapfe und Puppenbauer, Kostüm- und Bühnenbildner Thomas Rump bei ihrer Inszenierung in die Vollen. (…) Das Publikum jedenfalls war schier überwältigt.
Marcus Ostermann, Neue Westfälische
Magisch, beeindruckend, mitunter auch beklemmend – die Inszenierung von „Herzfaden“, die unter der Regie von Nils Zapfe im Stadttheater eine Premiere mit stehenden Ovationen des Publikums erlebte, ist Familien- und Zeitgeschichte gleichzeitig. (…) Selbst legendäre Illusionstricks der Augsburger Puppenkiste wie das Folienmeer erleben in „Herzfaden“ ihre Wiederauferstehung – und haben an Faszination nichts eingebüßt.
Burgit Hörttrich , Westfalen-Blatt
Das ist wirklich ein wunderbarer Abend im Theater Bielefeld. Assoziationsreich und tiefgründig gespielt. Richtig besonders.
Stefan Keim, WDR Westart
Immer wieder scheint sich dabei eine neue, bestechende Welt zu eröffnen, die imaginativ so kraftvoll ist wie die Gestalten, die sie bewohnen. So ergibt sich ein erzählerischer Fluss, der zwar niemals rasant ist, dem man sich aber dennoch kaum entziehen kann. Kurz: Diese mosaikhafte, bunte und nachdenkliche Hommage auf das Marionettentheater ist unbedingt sehenswert.
Jonathan Rochol, Die Glocke
Nils Zapfe huldigt mit seiner Inszenierung der vereinenden, der trostspendenden Kraft der Bühne. Dafür fährt er mit seinem Ausstatter Thomas Rump alle Möglichkeiten des Schauspiels und des Figurentheaters auf. (…) Genau darin liegt der Zauber von einem Theater, das Geschichten erzählt und aus Figuren vielschichtige Charaktere werden lässt. Es entführt einen eben nicht in eine Scheinwelt. Es eröffnet einen Raum, der das Dunkle nicht ausblendet und so den vergifteten Erzählungen der Verführer und Zerstörer etwas entgegensetzt.
Sascha Westphal, Fidena